Biikebrennen auf Föhr

Insel der 14 Feuer
 

Wyk auf Föhr, 13. Januar 2015 – Wer es kaum noch erwarten kann, sich von der kalten Jahreszeit zu verabschieden, ist auf der Nordseeinsel Föhr zum Biike brennen bestens aufgehoben. Urlaubsgäste und Einheimische feiern am 21. Februar gemeinsam den ältesten nordfriesischen Brauch und treffen sich an insgesamt 14 Inselfeuern zum fröhlichen Beisammensein bei  knisterndem Holz und heißem Tee-Punsch! In Wyk und Utersum freuen sich zudem Groß und Klein über einen romantischen Fackelzug zu den Biikehaufen.

Das Biike brennen ist einer der wichtigsten Traditionen auf Föhr. Jedes Jahr werden riesige Feuer entzündet auf deren Spitze eine Stoffpuppe, der „Piader (zu deutsch: Peter) thront. 14 Inselfeuer lodern insgesamt auf Föhr – so viele Feuer wie auf keiner anderen Insel.

Am Abend treffen sich ab 18:30 Uhr Groß und Klein an den Biikehaufen und entfachen gemeinsam die Feuer. Ein Brauch, bei dem immer mehr Urlauber gerne mitfeiern und zu dem Gäste auf der Insel stets herzlich willkommen sind. Zusätzlich gibt es zum Wyker und zum Utersumer Biikehaufen, mit dem Piader vorweg, einen großen Fackelumzug von Urlaubern und Einheimischen.

Gemeinsam verbannen sie die kalte Jahreszeit und erwärmen sich bei Glühwein und Teepunsch. Anschließend geht es in die urigen Gastwirtschaften zum traditionellen Grünkohlessen – herrlich deftig mit Kassler, Kochwurst und Bratkartoffeln. Am nächsten Tag rundet ein ausgedehnter Strandspaziergang bei klarer Nordseeluft das Erlebnis „Biike brennen“ ab.

Für den Zusammenhalt der Gemeinschaften im hohen Norden hatten Bräuche wie das Biikebrennen immer auch einen gesellschaftlichen Charakter, der sich bis heute erhalten hat. Die Jugendlichen jedes Ortes bewachen ihren Biikehaufen bis in die späten Abendstunden. Schließlich soll nichts von dem mühsam gesammelten Holz geklaut werden oder der Haufen zu früh in Brand gesteckt werden.

Das Biike brennen hat auf den nordfriesischen Inseln eine lange Tradition und wird stets am 21. Februar, dem Abend vor dem Petritag gefeiert. Das friesische Wort „Biike“ entstammt der Bezeichnung Bake und bedeutet zu deutsch „Feuermal“. Das Biikebrennen hat seinen Ursprung bereits in vorchristlicher Zeit und sollte die germanischen Wintergeister vertreiben. Symbol für den Winter ist seit der damaligen Zeit die Strohpuppe „Piader“, die sinnbildlich verbrannt wird.

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