Gastronomie auf Föhr & Amrum: Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel

Wyk auf Föhr, 20. Dezember 2019 – Während sich der Tourismus auf den Inseln Föhr und Amrum weiterhin auf Wachstumskurs befindet, kämpfen die gastronomischen Betriebe zunehmend gegen den Fachkräftemangel. Selbst in der Hauptsaison mangelt es an Personal. Bei Gastronomen, Mitarbeitern und Gästen wird der Frust und Ärger deshalb immer größer. Gemeinsam mit dem Bezirksverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) für die Nordfriesischen Inseln Föhr-Amrum wollen die Föhr Tourismus GmbH (FTG) und die Amrum Touristik AöR (AT) nun Fachkräftemangel und Gastronomiesterben den Kampf ansagen. Ein erstes Auftakttreffen der Inselvertreter fand am 18. Dezember 2019 auf Föhr statt. Im Frühjahr 2020 ist zudem eine Veranstaltung mit den Gastronomen der beiden Inseln geplant.

“Mittlerweile haben wir selbst in der Hauptsaison ein eingeschränktes Angebot. Viele Gastronomen klagen, dass es eigentlich alle Hände voll zu tun gäbe, sie jedoch kein Personal finden. Oft bleibt Betrieben dann keine andere Möglichkeit als die Speisekarte zu reduzieren, zeitweilig oder im schlimmsten Fall sogar komplett zu schließen“, erklärt FTG-Geschäftsführer Jochen Gemeinhardt. “Auch bei uns auf Amrum wird es immer schwieriger qualifizierte Mitarbeiter zu finden oder diese langfristig zu halten“, sagt Angelika Hesse, Inhaberin des Hotels & Restaurants »Seeblick« in Norddorf auf Amrum und DEHOGA-Bezirksvorsitzende für Föhr und Amrum.

Gründe für den Mangel an Fachkräften sehen die DEHOGA-Inselvertreter und insularen Tourismusorganisationen vor allem in den steigenden Lebenshaltungskosten und dem begrenzten Wohnraum auf Föhr und Amrum. “Hinzukommen bürokratische Hürden sowie gesetzliche Auflagen“, fügt Roluf Hennig, DEHOGA-Sprecher der Insel Föhr und Geschäftsführer des Hotels Waastwinj in Utersum hinzu. “Auf Amrum gibt es bereits ein gut funktionierendes Gastronomienetzwerk mit Stammtisch sowie WhatsApp-Gruppe für den schnellen Austausch untereinander. Beispielsweise, wenn mal ein Koch krankheitsbedingt spontan ausfällt. So etwas wäre für Föhr auch wünschenswert“, so Gemeinhardt. Zusammen mit seinem Amrumer Kollegen Frank Timpe möchte Gemeinhardt noch vor dem Start der Saison 2020 die Gastronomen der Inseln zu einem Austausch einladen. Für Neuansiedlungen gastronomischer Betriebe ist der FTG-Geschäftsführer zudem bereits in Kontakt mit der Industrie- und Handelskammer in Flensburg. Gemeinhardt appelliert: “Der Ausweg gelingt nur gemeinsam, indem insulare Tourismusorganisationen sowie Gastronomiebetriebe an einem Strang ziehen. Wir müssen das Thema aktiv angehen.“

Pressemitteilung zum Download:

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