Clara berichtet von der Kinder-Uni 2018©

Clara bei der Kinder-Uni

Wer könnte bei einem Angebot für Kinder besser darüber berichten als Kinder? Ausgewählte Kinder-Uni Veranstaltungen erleben, begleiten und darüber schreiben, dass war 2019 die Aufgabe von Kinderreporterin Clara von Stülpnagel. Die 14-jährige Schülerin aus Wyk auf Föhr hat in den Sommerferien nicht nur gemeinsam mit den anderen kleinen Entdeckern an Vorlesungen und Expeditionen teilgenommen und dabei einen Einblick hinter die Kulissen geworfen, sondern vielmehr die schönsten Momente mit ihrer Kamera sowie schriftlich festgehalten. Ihre Bilder und Berichte sind hier zu finden.

Unser Weltnaturerbe Wattenmeer

„Und das hier ist eine Qualle“, Walter Stubenrauch hielt etwas großes blaues glibbriges in der Hand. Während die Zuschauer sich die Qualle anschauten, erklärte Walter den Aufbau der Qualle. „Diese Wurzelmundqualle hier ist ungefährlich für den Menschen. Nur die Feuerqualle, die es hier nur selten gibt, kann ein bisschen weh tun. Dann hilft es, wenn man Rasierschaum nimmt, das auf der Stellte verteilt und dann mit einer Checkkarte abstreicht. Da man so etwas ja auch immer bei sich hat“, fügte er hinzu und alle lachten.

So führte der Wattführer und Leiter des Nationalpark-Hauses Föhr seine heutigen Kinder-Uni Mini-Studenten durch das Wattenmeer. Immer wieder hielt er mal an, um den Kindern etwas zu zeigen. „Hier, das ist eine Krabbe“, sagte Walter Stubenrauch und hielt einen kleinen Krebs hoch. Er erklärte genau wie so eine Krabbe lebt. „Und übrigens seid ihr alle an der Nase herumgeführt worden, wenn ihr ein Krabbenbrötchen kauft. Da sind nämlich gar keine Krabben drauf, sondern Garnelen. Die schwimmen auch hier im seichten Wasser, wo wir jetzt stehen, herum. Und jetzt wollen wir mal schauen, ob wir nicht welche zu fassen bekommen“. Mit diesen Worten verteilte er Siebe und beauftragte die Kinder im Wasser nach ein paar Garnelen zu keschern. „Krabbe kommt aus dem Plattdeutschen, von dem Wort Krabb. Deswegen sagen wir zu Garnelen Krabben“, erklärte er nebenbei.

Als alle Siebe wieder eingesammelt waren, hielt Walter eine der Garnelen hoch. „Das ist eine Garnele“, rief er und alle schauten interessiert auf seine Hand, in der ein ganz kleines Tier zappelte, „Damit sie aber nicht so leiden, lassen wir sie mal alle wieder zurück ins Wasser und gehen mal weiter.“

Beim nächsten Stopp zeigte er den Kindern viele kleine Muscheln. Er brachte ihnen bei, wie die Muscheln heißen, wie sie leben und was sie so fressen. Als letzte Muschel hielt er eine etwas größere Muschel hoch. „Das ist unsere Auster. Die gibt es hier eigentlich gar nicht, sondern ist nur hierhergekommen, weil es hier schön warm ist. Aber ihr müsst schön aufpassen, dass ihr da nicht drauftretet. Die Kanten sind nämlich ganz schön scharf.“ Und damit gab er das Wort ab an den bekannten Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif, der exklusiv bei der heutigen Wattführung mitmachte. Er redete darüber, dass die Meeresspiegel wegen der Wärme immer mehr steigen und dass das nicht gut für die Umwelt wäre. Am Ende schärfte er den Zuschauern noch ein, immer ein bisschen an die Umwelt zu denken. „Schließlich müssen die Kinder in der Welt leben, die wir Schritt für Schritt zunichte machen.“

Weiter auf der Wattführung erzählte Walter Stubenrauch noch einiges über Vögel, Wattwürmer und all die anderen Lebewesen im Nationalpark. Er grub ein Loch und zeigte den Kindern die Höhle des Bäumchenröhrenwurms, der in einer langen Röhre unter der Erde wohnt und nur zum Futtern kurz an die Oberfläche kommt. „Das ist sehr gefährlich für ihn, da er in der Zeit von Feinden wie Vögeln oder Fischen gefressen werden kann.“

Zum Schluss machte der Wattführer noch eine Zusammenfassung der Führung und zeigte den Besuchern noch ein paar Bilder der Wattbewohner. Dann war der Kurs zu Ende. Alle waren hellauf begeistert. „Das war voll spannend, ich wusste gar nicht, dass es so viel Leben im Watt gibt.“, grinste Mia, 9 aus Hamburg, die mit ihren Eltern noch eine Woche Urlaub auf Föhr macht. „Vorhin habe ich einem kleinen Krebs, der noch lebte und mitten auf dem Strand saß, zurück ins Watt geholfen.“ Wenn das nicht mal eine tolle Tat war!
 

Text & Bilder: Clara von Stülpnagel

Walter Stubenrauch und Mojib Latif auf der Wattexkursion mit der Kinder-Uni, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
Walter Stubenrauch und Mojib Latif auf der Wattexkursion mit der Kinder-Uni, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
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