Bei den Gartendetektiven

Wasser aufkochen, Minze hinzu und ein bisschen ziehen lassen. Dann noch Honig sowie ein paar Rosenblätter hinein und das Ganze kaltstellen: Das ist das Rezept zu dem leckeren Blütensaft, den die „Gartendetektive“ der Kinder-Uni-Expedition bei Birte Olufs in Witsum probieren durften. Zwei Stunden lang haben 12 Kinder dort alles über den Garten gelernt.

Sie haben die Hühner der Familie gefüttert, den Bienen einen Besuch abgestattet und alles über die Obst- und Fruchtsorten in Olufs Garten erfahren.

Dabei lief alles ganz locker ab. Zuerst haben sich alle zusammen auf die Obstwiese der Familie gesetzt und gesammelt, was sie alles über Gärten wissen: wer einen Garten hat, was dort so wächst, wie man die Pflanzen behandelt und wie Gärten früher aussahen und behandelt wurden. Derjenige, der etwas Tolles zum Thema erzählen konnte, bekam die „Detektivlupe“, die im Kreis herumging.

Bei den Hühnern haben Kinderstudenten erfahren wie Hühner leben und wie man sie behandelt. „Jeder in unserer Familie hat ein eigenes Huhn“, so Birte Olufs und stellte den Kindern die jeweiligen Tiere vor. Dann durften sie die Hühner ein bisschen füttern.

Bei den Bienen konnten sie den Wohnort, den sogenannten Bienenstock, nur von außen beobachten, da der älteste Sohn Magnus für sie zuständig ist und nur er einen Imkeranzug hat. „Er ist der Imker in der Familie“, meinte Birte lächelnd. Dieses Jahr konnten sie 21 Gläser Honig „ernten“.

Zurück auf der Obstwiese erzählte Birte ihnen einiges über Rosen. Dass sie zum Beispiel durch die Fahrten der Walfänger als Landbeute mit auf die Insel kamen und die „alten“ Rosensorten nicht riechen und nur einmal aufblühen. Früher gab es auf dieser Insel auch noch nicht die allzu bekannte rote Rose, sondern nur die weißen, violetten und rosafarbenen. Die roten kamen erst viel später.

Am Ende des Kurses ging es dann auf die Terrasse, wo die Kinder das Herkunftsland von gekauftem Obst erraten sollten. So haben die jungen Studenten erkannt, dass Obst von zu Hause viel besser für die Umwelt und auch viel leckerer ist. Sie haben den oben genannten Blütensaft und das Obst probiert und waren überaus begeistert. Das Rezept war heiß begehrt.

Nach der Uni brauchten die Eltern lange, um ihre Kinder von neuen Freundschaften zu Personen und Garten wieder zu trennen.

„Sieben bis acht Jahre mache ich das jetzt schon und es macht immer allen Spaß. Viele der Kinder kommen sogar jedes Jahr wieder, weil es so toll war“, sagte Birte Olufs. „Bis letztes Jahr war aber immer schlechtes Wetter“, fügte sie lachend hinzu. Zuerst hat sie sich über die Ferring-Stiftung für die alten Rosensorten der Insel eingesetzt. Dann wurde sie von der Kinder-Uni gefragt, ob sie nicht den Kindern etwas darüber erzählen möchte.

Einzige Anmerkung von Olufs: Ihr fehlen Föhrer Kinder. „Die meisten hier auf der Insel glauben, die Kinder-Uni sei was für Urlauber. Aber hier kann jeder mitmachen und ich würde mir wünschen, dass es auf der Insel noch mehr bekannt werden würde.“ Ihr Sohn mache auch bei den anderen Veranstaltungen mit und sei gerne dabei.

Birte Olufs bietet den Kurs „Gartendetektive“ diese Saison noch drei Mal an, am Mittwoch, den 11.06.18, Montag, den 06.08.18 und am Dienstag, den 14.08.18 immer von 15–17 Uhr. Sie hofft, dass genauso viele Lernbegeisterte dabei sind wie sonst.

Text und Bilder: Clara von Stülpnagel

Bei den Gartendetektiven in Witsum, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
Bei den Gartendetektiven, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
Im Hühnerstall bei den Gartendetektiven, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
Bei den Gartendetektiven, © Föhr Tourismus GmbH/Clara von StülpnagelGalerie öffnen© Föhr Tourismus GmbH/Clara von Stülpnagel
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