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Friesische Traditionen

In dem im Jahr 1908 auf rund 10.000 Quadratmetern eröffneten Friesen-Museum, das heute mitten in Wyk liegt, lässt sich jedoch noch viel mehr friesisches Kleinod entdecken. So zum Beispiel die aus prachtvollen, dunklen Stoffen gefertigte „Föhringer Tracht“, die an Festtagen auch heute noch getragen wird, etwa zu Hochzeiten und zur Konfirmation. „Trachten haben auf Föhr eine lange Tradition“, sagt Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber. „In ihrer heutigen Farbe und Form existiert sie seit etwa 1890.“ Blickfang ist vor allem der reiche Filigran-Silberschmuck mit seinem prachtvollen Amulett, das häufig mit Kreuz, Herz und Anker als Symbole für Glaube, Liebe und Hoffnung verziert ist. Verheiratete Frauen tragen eine mit schwarzen Perlen bestickte, rote Haube, die gut sichtbar hinter dem aufwändig besticken Kopftuch, auf dem hochgesteckten Haarzopf liegt. „Durch diese vielen Details kann das Anlegen einer kompletten Tracht bis zu zwei Stunden dauern“, erklärt Kollbaum-Weber. „Allein Kopf- und Schultertuch werden mit über 100 Nadeln festgesteckt – da muss man schon geduldig sein.“

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