Drei Fünftel der Insel sind Grünland, zwei Fünftel Ackerland. Und anders als die Brandungsinseln Sylt und Amrum ist das eingedeichte Föhr ganz vom Watt umgeben. Von allen Seiten geschützt gegen Wind, Wellen und die nagende See haben die Föhrer ihrer Insel mediterranes Flair gegeben. Im Nordseekurpark finden Sie Mammut-Fichten aus Südamerika, Esskastanien und verschiedene Zypressen aus Asien und Gingko biloba ebenfalls in der Großen Straße. Dank des milden Klimas gedeihen sie prächtig, hoch oben im Norden. Zum Schutz und Erhalt der Artenvielfalt auf Föhr ist der Verein Elmeere e.V. gegründet worden. Der Verein kauft landwirtschaftlich genutzte Flächen und führt sie zu ihrer ursprünglichen Gegebenheit zurück. Übersicht der Flächen.
Watt
Nichts bleibt wie es ist. Das Wattenmeer verändert ständig sein Gesicht. Dafür sorgen die Kräfte von Ebbe und Flut. Material, das an einer Stelle weggeschwemmt wird (Erosion), wird an anderer Stelle wieder abgelagert (Sedimentation). Je nach Strömungsgeschwindigkeit des Wassers werden die vom Wasser mitgeführten Sedimentteilchen an unterschiedlichen Stellen im Watt abgelagert. Die feinen Teilchen sinken in ruhigen und geschützten Bereichen zu Boden und bilden das Schlickwatt. Wo mehr Turbulenz herrscht, können sich nur die schwereren, gröberen Körner absetzen: hier entsteht das feste und wanderfreundliche Mischwatt und Sandwatt.
Die Flut spült zweimal täglich Rohstoffe und Nahrung ins Watt. Nährstoffreiche Sedimente lagern sich am Boden des Wattenmeeres ab. Diese organische Substanz bildet, zusammen mit den Kleinstlebewesen des Planktons, einen fruchtbaren Nährboden für Kleintiere. Auf einem Quadratmeter Wattboden leben Millionen von Kieselalgen, Tausende von kleinsten Krebsen und viele Muscheln, Schnecken und Würmer. Auf einer Fläche von 100 x 100 m haben die Tiere eine Biomasse von 3 -12 t Nassgewicht; das ist mehr als im Urwald. Das Wattenmeer ist ein UNESCO Weltnaturerbe, hier erhalten Sie mehr Informationen.
Salzwiesen
Auf der einen Seite Watt, auf der anderen Seite Deich - und dazwischen Salzwiesen. Sie bilden den Übergang zwischen Meer und Land.
Dieser Lebensraum stellt besondere Anforderungen an Pflanzen und Tiere. Er liegt nur wenig über dem mittleren Hochwasserstand und wird jährlich 10 - 250 mal von Salzwasser überflutet.
Salzwiesen entstehen, weil jede Flut Schwebteilchen ins ufernahe Watt schwemmt. Wenn zur Hochwasserzeit die Strömung für kurze Zeit ruht, sinkt feines Material ab und bildet nach und nach eine Schlickschicht. Wenn der Schlick hoch genug angelandet ist, siedelt sich der Queller an - eine sogenannte Pionierpflanze.
Nach und nach wächst das Land vor dem Deich höher, im Mittel etwa 1 cm pro Jahr. Bald wird es nicht mehr von jedem täglichen Hochwasser überflutet und mehr und mehr Pflanzen können Fuß fassen. Die Menschen an der Küste versuchen seit langem, den natürlichen Landzuwachs der Salzwiesen zu unterstützen und zu beschleunigen. Parallel verlaufende Gräben ("Grüppen") entwässern das Vorland, mit Reisig verfüllte Pfahlreihen ("Lahnungen") halten Schlick fest.
Die Geest - der Kern der Insel
Der Kern der Insel stammt noch aus der Eiszeit: Vor etwa 200.000 Jahren, in der Saale-Eiszeit, brachten die Gletscher große Mengen an Gesteins-Material aus Skandinavien mit sich. Diese Felsbrocken und Sedimente blieben beim Zurückweichen des Eises liegen und bildeten einen lang gezogenen Geestrücken.
Zum Glück der Föhrer erhebt sich dieser Geestrücken weit über den Meeresspiegel und bietet den 11 auf ihm ruhenden Inseldörfern Schutz vor Sturmfluten.
Die Marsch - die grüne Oase
Die saftige Marsch ist eine sehr viel jüngere Landschaft als die Geest. Sie ist sehr flach, sie erreicht nur Höhen von 1 bis 2 Metern über dem Meeresspiegel. Zum Geestkern hin fällt sie leicht ab.
Die Marsch wird hauptsächlich als Weideland genutzt, aber auch für ruhige Minuten, um ein Buch zu lesen, Zweisamkeit zu genießen oder einfach um die Gedanken in die Ferne schweifen zu lassen, finden sich weiche Plätze im tiefen Gras. Tipp: Folgen Sie der ausgeschilderten Radtour durch die grüne Marschlandschaft.







